Papierbildern eine Chance geben!
Alle, die meinen Blog verfolgen, wissen, dass ich ein absoluter Verfechter der Papierbilder bin! Nichts ist auch nur annähernd vergleichbar mit einem Fine Art Druck auf Baryt Papier in A2 Größe an der Wand.
Überhaupt sind gedruckte Bilder erst wirkliche Bilder, auf der Festplatte sind es lediglich digitale Dateien. Also, ich möchte alle dazu ermutigen, wieder mehr Bilder zu drucken, z. B. als Fotobücher oder als Poster einfach an die Wand zu hängen mithilfe eines schönen Rahmens!
Gebt den Papierbildern eine Chance!
Papierbilder – Viele Gründe sprechen dafür
Haltbarkeit
Papierbilder kennen wir alle. Der eine oder andere hat sie mit Einzug der Digitalfotografie womöglich fast vergessen. Ein großer Fehler, wie ich denke. Heute möchte ich noch einmal eine Lanze für Papierbilder brechen! Es sprechen eine Menge Gründe dafür. So haben Papierbilder mit weit über 100 Jahren die längste Lebensdauer. Die der digitalen Speichermedien liegt zwischen einem und 30 Jahren, wobei ich mit der offiziellen Angabe von 30 Jahren für CDs/DVDs und Festplatten schon so meine Probleme habe.
Gerade bei den beiden Erstgenannten werden wir in 30 Jahren wohl kaum mehr Geräte vorfinden, mit denen sich die Daten einlesen lassen. Was nützen uns dann die 30 Jahre Haltbarkeit dieser Speichermedien? Es wird womöglich Dienstleister geben, die uns dann aus der Patsche helfen.
Acrylbilderhalter für die flexible Bilder- Präsentation
Für Papierbilder und dies ist von der Wichtigkeit nicht minder hoch einzuschätzen, spricht zudem das Bild- und Seherlebnis. Digital betrachtete Aufnahmen sind für uns flüchtig. Wir haben sie nur kurz im Fokus, und die Zeit, die wir uns zum Betrachten unserer Aufnahmen nehmen, scheint dabei immer kurzweiliger zu werden.
Ganz schnell wird der Bilderordner auf dem PC durchgescrollt! Mit Papierbildern ist dies anders. Hier nimmt man sich die Zeit, die unsere Aufnahmen auch verdienen. Wir nehmen sie beispielsweise in die Hand und lassen uns auch Muße, diese zu betrachten. Das Bilderlebnis, so meine Überzeugung, ist wesentlich intensiver, lebendiger und emotionaler.
Verfügbarkeit
Für Papierbilder spricht auch, dass man sich in dieser Form als Wandschmuck oder beispielsweise auf dem Schreibtisch mit ihnen permanent umgeben kann. Strom- und displayunabhängig begleiten sie uns und erinnern uns an Menschen und Situationen, die uns wichtig sind.
Viele fotografieren schon lange digital und haben es bis jetzt immer aufgeschoben, ihre unzähligen Bildschätze von den unterschiedlichsten Speichermedien* auf ein aktuelles zu kopieren. Nun erhält man beispielsweise aus dem Familienkreis die Bildanfrage zum eigenen Schulanfang. Ich kann nur sagen: viel Spaß bei der Suche. Hätte man damals seine Bilddaten auf Papier ausgegeben, so hätte man sie ruckzuck, selbst dann, wenn sie gebündelt im so beliebten Schuhkarton aufbewahrt hat.
Lebensdauer
Papierbilder unterliegen nicht nur als Wandschmuck, natürlich auch einem Alterungsprozess. Dies ist ganz normal und hat hier auch seinen speziellen Reiz. Aufnahmen unserer Großeltern aus den 30-iger Jahren müssen nicht so anmuten, als wären sie eben erst frisch entwickelt worden. Es gehört für uns dazu, dass man seinen Papierbildern ihr Alter ansieht.
Unterschiedlicher Weißgrad bei Fine Art Papieren.
Die Lebensdauer von Papierbildern lässt sich natürlich verlängern. Als optimale Aufbewahrungstemperatur gelten um die 20 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent. Die Haltbarkeit von Papierbildern wird durch ein konstantes Raumklima erhöht. Bei der Aufbewahrung sollte man darauf achten, dass Papierbilder in schadstofffreien Materialien/Boxen/Alben gelagert werden.
Bildpräsentation in Halbe Rahmen
Umgibt man sich in Form von Wandschmuck mit seinen Papierbildern, dann sollte man sie nicht direktem Sonnenlicht aussetzen. Gegen das Verblassen der Farben hilft auch das Beschichten der Fenster mit UV-Schutz-Folie oder die Rahmung hinter Museumsglas.
Dies ist zwar teurer, bietet aber den weiteren Vorteil, dass es entspiegelt und der Bildgenuss dadurch noch höher ist. Wer seine Bilder selber druckt, sollte Pigmenttinten verwenden, die in Kombination mit bestimmten Papiersorten eine Farbbeständigkeit der Drucke von über 100 Jahren gewährleistet.
Nicht zu unterschätzen ist der Einfluss von künstlichen Lichtquellen (Glühlampen, Halogenscheinwerfer, Leuchtstoffröhren) auf den Alterungsprozess von Papierbildern. Auch sie strahlen UV-Wellen ab und sollten mit UV-Filtern versehen werden. Die ultimative Möglichkeit, lange etwas von seinen Papierbildern zu haben, ist der Fine Art Druck auf langzeitbeständigen Papieren und mit Pigmenttinten, die auch noch nach 100 Jahren eine Farbveränderung der Drucke durch UV-Strahlen auf ein Minimum beschränken.
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Fazit/ Empfehlung
Ich kann mich leider nur immer wiederholen. Druckt eure schönsten Bilder auf Papier, am besten in Fine Art Qualität! Damit gibt es auch in 50 Jahren keine Probleme, die Bildinformationen zu „entschlüsseln“, einfach betrachten! Digitale Dateien befinden sich je nach Datenträger dann schon lange im digitalen Nirwana. Wenn nicht, gibt es entweder keine Lesegeräte mehr dafür oder der Verschlüsselungscodec ist ausgestorben.
Hier lauern also diverse Fehlerquellen und um diese alle sicher auszuschließen, muss man sich intensiv und regelmäßig mit seinem „digitalen Archiv“ befassen. Gedruckte Bilder sind da viel anspruchsloser! Meinen Artikel dazu findet ihr hier. Meinen Artikel zu verschiedenen Fotopapieren findet ihr hier. Aktuelle Papierempfehlungen zum Drucken findet ihr hier.
Meine Reihe Fototipps findest du hier.
Zu meinen Wissen-Artikel hier lang.
Meine Landschaftsbilder findet ihr hier.
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